Technologien und Produktgruppen

Kaltumformung

Die Kaltumformung bzw. das Kaltfließpressen gehört zur Familie der spanlosen Umformverfahren. Hierbei handelt es sich um eine Massivumformung, die durch einen einstufigen oder mehrstufigen Fertigungsvorgang sowohl Hohl- als auch Vollkörper erstellt. Prinzipiell wird bei diesem Verfahren der Werkstoff durch hohen Druck zum Fließen gebracht. Dabei drückt ein Stempel das Rohteil in eine formgebende Werkzeugöffnung − die Matrize.

Grundsätzlich können mit diesem Fertigungsverfahren z.B. Schrauben bis zu einem Gewindedurchmesser von 48 mm hergestellt werden.

Mit diesem Verfahren wird eine hohe Maßgenauigkeit sowie Oberflächengüte des Bauteils erreicht. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Materialien nur gewisse Umformverhältnisse vertragen. Werden große Umformungen benötigt oder erlaubt der Werkstoff generell nur eine sehr geringe Formänderung, ist eine Warmfertigung oder spanende Nacharbeit vorzusehen bzw. anzuschließen. Dennoch ist es möglich, mit dem Kaltfließpressverfahren sehr komplexe Teile herzustellen.

Der Vorteil dieses Verfahrens liegt zum einen in dem gegenüber spanenden Prozessen (Drehen, Fräsen etc.) deutlich geringeren Materialverbrauch und zum anderen in der Ausbringungsmenge, d.h. teilebedingt können bis zu 1.000 Stück je Minute gefertigt werden. Dem stehen jedoch verhältnismäßig hohe Werkzeug- und Rüstkosten gegenüber.

Unsere Techniker beraten Sie gerne beim Design der Teile und der Auswahl des optimalen Fertigungsverfahrens.